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FOTOGRAF  HOLGER  MARTENS

Interviews in verschiedenen Medien

Hier sehen Sie eine kleine Auswahl (Print oder Online) meiner Interviews, die ich in den letzten Jahren gegeben habe.


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im Gespräch mit Paul Ripke

Interviews, Reportagen - Fotograf Holger Martens

Interview in VIEW Spotlight

 

"Das Meer der Möglichkeiten" beschreibt im aktuellen Interview von VIEW Spotlight meine Arbeitsweise, was mich inspiriert und bewegt.


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Interview & Reportage im Meerraummagazin

2015- 2017 

Auch in diesem Jahr gibt es in der Inselgalerie auf Fehmarn die Ausstellung "Augenblicke" von Holger Martens

Gewinner des Zoo-Foto-Wettbewerbs präsentiert seltene „Vogelperspektive“:

 

Mit dem Bild einer Inkaseeschwalbe hat der Warnemünder Fotograf Holger Martens den Zoo-Foto-Wettbewerb  gewonnen. 


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Holger Martens Kampagne Rostocker Brauerei

„Mit der Küstenregion fest verbunden“

Neue Kampagne von "ROSTOCKER" zeigt Menschen von nebenan.

Entstehung der neuen Kampagne für die Rostocker Brauerei


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„Nie ohne meine Kamera“, Interview auf seen.by

Seenby ist eine der bekanntesten Fotokunst und Fineart Plattformen im Internet. Im August hatte ich die Ehre, als Fotograf des Monats vorgestellt zu werden.

 

„Nie ohne meine Kamera“

Wenn Holger Martens das Haus verlässt, ist die Kamera immer dabei. Der vielseitig talentierte Künstler entdeckte erst spät die Liebe zur Fotografie. Seitdem hat Martens Spaß am Bildermachen - und das jeden Tag!

 

Bei Holger Martens selbst dauerte es allerdings seine Zeit, bis sich das Fotografen-Gen durchsetzen konnte: „Ich habe mich lange mit Malerei und Bildhauerkunst beschäftigt. Dazu kam dann noch die Musik und das Schreiben. Ich konnte mich nie für etwas wirklich entscheiden“, sagt er. Bis zu jenem Tag im Jahr 2005, an dem er die digitale Fotografie für sich entdeckte: „Der eigentliche Grund, warum ich mich für die Fotografie entschieden habe, liegt in der Unendlichkeit der Motive. Zu wissen, dass diese niemals ausgehen werden, gibt mir die Sicherheit, bis ans Ende meiner Tage kreativ bleiben zu können.“

 

Die Motive liegen für Martens buchstäblich auf der Straße: „Mein Herz schlägt schon immer für die Street-Fotografie. Menschen zu beobachten, Situationskomik zu entdecken oder Gesehenes in einen völlig anderen Zusammenhang zu bringen, fasziniert mich.“ Wirklich festlegen auf ein Genre möchte sich Martens, der sich derzeit auch intensiv mit der Landschaftsfotografie beschäftigt, aber nicht: „In fast allem, was sich fotografieren lässt, finden sich für mich tolle Motive und manchmal auch neue oder andere Sichtweisen“, sagt er. Es könne schon sein, dass alles auf der Welt schon einmal fotografiert worden sei, findet Martens, „aber sicher nicht aus meiner Perspektive.“

 

Martens’ Herz schlägt aber nicht nur für die Straße, sondern auch für die See. Sie ist in jedem Land sein liebstes Landschaftsmotiv: „Das Meer hat für mich etwas Magisches. Ich bin hier groß geworden. Bereits als kleiner Junge war ich an der Ostseeküste unterwegs, um auf meinen Streifzügen den Strand und das Meer auf Zelluloid zu bannen. Mich beeindrucken die Farben, die Stille, sowie die unendlich vielen Facetten während der Jahreszeiten.“ Um die vielen Facetten seiner Motive festhalten und dem Zufall Raum geben zu können, hat Martens immer eine Kamera dabei: „Ich praktiziere dies schon seit ein paar Jahren, und es gibt tatsächlich Menschen in meinem Freundeskreis, die mich noch nie ohne meine Kamera gesehen haben.“

 

Selten ohne Kamera dürften ihn auch seine Kunden zu Gesicht bekommen. Martens, der 13 Jahre lang seinen Lebensunterhalt als Inhaber einer Werbeagentur und Herausgeber eines Warnemünder Magazins verdient hat, konzentriert sich nämlich seit rund zwei Jahren fast ausschließlich auf die Fotografie, wobei er sich auf die Entwicklung von Bildsprachen für Unternehmen spezialisiert hat: „Besonders gerne mache ich das für Hotels an der Ostseeküste und für Industrieunternehmen“, sagt er. Sein zweites Standbein ist die Kunstfotografie: „Viele Werke von mir hängen in Rostocker Galerien oder Hotels.“

 

Aktuell kann Martens von der Fotografie leben, ist aber skeptisch, ob dies so bleiben wird: „Ob man dies auch zukünftig machen kann, hängt entscheidend davon ab, wie sich die technischen Möglichkeiten für die breite Masse weiterentwickeln. Wenn Kameras noch mehr können, und das werden sie bald, könnte fotografische Bildkunst sehr inflationär werden.“

 

Ein Grund mehr für Martens, nicht stehen zu bleiben, sondern sich fotografisch immer weiterzuentwickeln. Derzeit beschäftigt ihn die Luftfotografie mithilfe eines Quadcopters: „Die Welt von oben fehlt mir noch komplett.“ In der Nachbearbeitung versucht Martens, mit der digitalen Bildbearbeitung sensibel umzugehen, kreiert aber auch gerne einmal neue Zusammenhänge durch einfache Veränderungen: „Für mich sind Photoshop und Co. die neuzeitliche Entsprechung der Pinsel großer Meister aus der Vergangenheit. Ich habe durch diese Programme nachträglich die Chance aus Fotografien Bilder zu machen.“ Digitale Manipulationen lehnt er nur ab, wenn sie zur Manipulation von Menschen missbraucht werden. „Ansonsten ist jede Bildmanipulation auch eine Frage der Interpretation und reine Ablehnung führt fast immer ins Dogma“, sagt er.

 

Für Dogmatiker hat Martens wenig übrig, Kritikern dagegen ist er dankbar: „Kritik tut im ersten Moment weh, bringt einen aber am Ende fast immer weiter, egal, ob sie berechtigt war oder nicht. Durch Kritik bekommt man noch einmal die Gelegenheit, sich mit seinem eigenen Werk auseinanderzusetzen und die Chance etwas zu verändern, oder eben auch nicht, wenn man feststellt, dass diese unangemessen war. Mich persönlich hat Kritik immer motiviert und daher nutze ich auch gleich einmal die Gelegenheit mich bei all meinen bisherigen Kritikern zu bedanken.“

 

Für die Zukunft hat Martens noch viel vor – und das nicht nur fotografisch. Seit einem Jahr betreibt er in Rostock ein Fotostudio, das sich zu einem dauerhaften Lieblingsprojekt entwickelt: „Inszenieren macht mir wahnsinnig viel Spaß“, sagt er. Eine Ausstellung ist ebenfalls in der Planung, die Ende August im Amt für Landwirtschaft und Umwelt in Rostock eröffnet wird. „Erfolge mit Ausstellungen sind mir sehr wichtig“, gibt Martens zu.

 

Und dann gibt es noch ein Projekt, das ihn bereits lange umtreibt: „ Ich wollte als Segler schon immer den Atlantik überqueren.“ Ein Schiff hat er dafür schon gefunden, in ein bis zwei Jahren soll es losgehen. Vorher muss Martens allerdings noch ein Problem lösen: „Ehrlich gesagt, war ich in meinem Leben noch nie länger als drei Wochen von meiner Heimatstadt entfernt.“ Er sei ein Mensch, der schnell Heimweh bekomme, sagt er: „Wie ich die Atlantiküberquerung heimwehtechnisch überstehe, weiß noch nicht, aber machen werde ich es.“

 

Quelle: seen.by von Thomas Hafen anlässlich „Fotograf des Monats“

 

 

Interview im Magazin "HRO LIFE"

Herr Martens, Sie sind mittlerweile ein bekannter Fotograf, der deutschlandweit arbeitet und vor allem durch seine Sichtweise besticht. Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?



Das fing bei mir schon sehr früh an. Ich bin sozusagen Fotograf in der dritten Generation. Mein Großvater war Kriegsfotograf im zweiten Weltkrieg und hat seine Passion weitergegeben an meinen Vater, der wohl neben dem bekannten Rostocker Fotografen Eschenburg, das größte Archiv an Bildern aus Rostock und Warnemünde besitzen dürfte. Durch meinen Vater erlebte ich als Kind die Welt der analogen Fotografie. Sehr oft saßen wir in seiner Dunkelkammer und entwickelten Bilder oder experimentierten schon damals mit Fotomontagen. Ich war immer sehr stolz, wenn ich seine Bilder in den Tageszeitungen und Magazinen fand.Im Jahr 2005 begann ich nach einer langen Pause selber mit der Fotografie, der digitalen.

Digitale Fotografie ist ein gutes Stichwort.

Sie haben sich einen guten Ruf als Kunstfotograf erarbeitet und waren mit ihren Werken unter anderem im Stern, der GEO und dem Magazin Chip Foto Video. Was ist das besondere an Ihren Bildern?



Meine eigenen Arbeiten als etwas Besonderes zu bezeichnen, würde ich mir nicht anmaßen wollen. Ich freue mich, dass ich mit meinen Bildern viele Menschen erreiche und bin natürlich glücklich über das viele positive Feedback. Eine Möglichkeit der Antwort nach dem “Besonderen” meiner Bilder ist vielleicht die, dass ich mit allem, was meine Kunst betrifft, versuche Geschichten zu erzählen und die Fantasie des Betrachters zu wecken. Ein Mittel um dieses Ziel zu erreichen, ist die digitale Bildbearbeitung. Durch das Verändern von Kontrasten und Farben wird ein Foto zum Bild, wirkt subtiler, farbenfroher und unterstreicht die Geschichte, welche das Foto erzählen wollte.



Apropos Geschichte: gibt es eine ganz besondere Geschichte, die Ihnen während Ihrer Zeit als Fotograf passiert ist?

Geschichten passieren ständig, sie machen ja den großen Reiz des Fotografen aus. Aber ich kann Ihnen eine persönliche Geschichte erzählen, die mich nach Australien bringen sollte, aber leider nie passierte. Im August 2009 belegte ich den zweiten Platz des Sony Twilight Fotowettbewerbs, übrigens mit einem Warnemünder Motiv und gewann eine Sonykamera. Der erste Preis wäre eine Reise nach Australien gewesen, verbunden mit dem Shooting der damals neuen Sony Alpha Kamera, welches für Anzeigen in Print und Online genutzt werden sollte. Einige Tage später bekam ich dann die Nachricht, dass der Gewinner des ersten Platzes, ein bekannter ZDF Fotograf, die Reise nicht antreten könne. Als Zweitplatzierter ging der Gewinn auf mich über und das Abenteuer hätte beginnen können. Das tat es auch, endete für mich aber abrupt am Flughafen in Frankfurt am Main. Bereits auf der Hinfahrt bekam ich hohes Fieber. Es war die Schweinegrippezeit. Medikamente halfen nicht, also bemühte ich den Flughafenarzt um Hilfe. Dieser versicherte mir, dass, wenn er mich nicht aus diesem Flug nehmen würde, es die Kollegen spätestens bei der Zwischenlandung in Singapur tun würden. Ich ging nach dieser Hiobsbotschaft noch einmal zum ´Check In´ meines Australien Fluges, sah dort viele Familien, die einstiegen und entschied mich dann abzubrechen. Im Nachhinein eine gute Entscheidung, da ich tatsächlich die Schweinegrippe hatte.

Wie haben Sie diese Geschichte persönlich verkraftet?

Eigentlich ganz gut. Wahrscheinlich sollte es so sein. Für mich war es so, dass sich die eine Tür schloss und die nächste öffnete. Als ich wieder zu Hause war, hatte ich eine Einladung im Postfach, meine erste Vernissage in Rostock auszutragen.


Das ist ein guter Übergang zu meiner nächsten Frage, kann man Ihre Bilder erwerben und wenn ja wo?

Selbstverständlich kann man meine Bilder auch erwerben. Das Bildzentrum im Rostocker Hof verkauft limitiert zur Zeit etwa 100 Motive von mir. Auch im Erlebnishof von Karls gibt es immer eine limitierte Auswahl meiner Bilder. Zur Zeit habe ich auch eine Ausstellung im Rostocker Rathaus, wo man sich einige Arbeiten in den Büroräumen der Bürgerschaftspräsidentin anschauen kann. Natürlich kann man die Bilder auch online bestellen, das geht in der Regel am schnellsten.

Wenn Sie keine Fotokunst machen, Herr Martens, was tun Sie dann?

Das lässt sich bei mir schlecht auseinanderhalten. Spontan fällt mir dazu ein Satz von Guido Knopp ein, der einmal zu dieser Frage antwortete “Wenn es nicht mein Beruf wäre, dann wäre das mein Hobby”. Es vermischt sich. Beruflich arbeite ich als Fotograf für viele Unternehmen, den Tourismusverbänden, aber auch dort handelt es sich ja in gewisser Weise um Kunst, nämlich der Kunst das Bestmögliche an Bildern für ein Unternehmen herauszuholen. Und wenn ich im Sommer Abends mit meinem Boot unterwegs bin, dann liegt auch dort die Kamera immer griffbereit. Es gibt Menschen in meinem Freundeskreis, die behaupten felsenfest, mich in den letzten Jahren nicht einmal ohne Kamera gesehen zu haben.



Danke für das Interview

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